Thorsten Krawinkel Klassische Astrologie
Konkrete Antworten auf konkrete Fragen

Was sagt die Basis?

SchmuckDie Koalitionsverhandlungen stehen kurz vor dem Abschluss, doch scheint nicht ausgeschlossen, dass die Mitgliederversammlung der SPD ihren Segen verweigert. Daher die Frage: JA oder NEIN – Was sagt die Basis?

spd2Politik ist ein trockenes Geschäft. Böte sie eine Spur der Grazie, mit der so manches Stundenhoroskop die Herzen erwärmt, ich würde mich sofort zur Wahl stellen... Die Sprache des Kosmogramms ist eloquent und klar. Hier nur die zentralen Punkte:

Als Gysie-Wähler ordne ich die SPD den gegnerischen Parteien und damit dem 7. Haus zu. Herrscher ist Merkur. Er steht in enger Konjunktion mit Saturn, dem klassischen Motiv für Blockaden, für das NEIN, jedoch – der Aspekt ist separativ! Die Konjunktion ist bereits vorüber. Damit steht das negative Votum zwar im Raum, wird jedoch nicht zum Ereignis.

Diese Deutung wird von weiteren Zeugnissen gestützt. Merkur steht im gedrehten 6. Haus, dem Haus der Mitarbeiter, dem Haus der Basis. Herr von 6. und Dispositor Merkurs ist Mars in Jungfrau. Der wesentliche Punkt ist nun die gegenseitige Rezeption (der eine je im Domizil des anderen) – das klassische Motiv für konstruktive Zusammenarbeit. 

Was wird weiter passieren? Herr von 10. (Regierung) ist Venus und Merkur läuft ins Sextil zu ihr. Die Partei kommt an die Regierung – und in die Opposition mit Jupiter, dem Herrn von 1, eben die Familie Gysie... Sextil ist ein eher schwacher Aspekt und auch die Rezeptionen zwischen Merkur und Venus sind durchwachsen (Merkur in Term aber auch im Exil von Venus). Außerdem ist Venus schon sehr langsam und wird demnächst rückläufig. Schließlich steht die Sonne als natürlicher Signifikator für Regierungen auf Graffias, einem ungünstigen Fixstern, der mit Schwierigkeiten und Scheitern in der Karriere in Verbindung gebracht wird...

Ergo: Die Basis der SPD stimmt dem Koalitionsvertrag, wenn auch murrend, zu. Für die Zukunft der Regierung scheinen neue Konflikte jedoch vorprogrammiert.

Ausgang: Mit 75 % pro fällt der Mitgliederentscheid sogar deutlicher aus als erwartet - ein treffendes Bild der gegenseitigen Rezeption zwischen Signifikator und Dispositor.