Thorsten Krawinkel Klassische Astrologie
Konkrete Antworten auf konkrete Fragen

König Fußball

Die deutsche Nationalmannschaft und der Fixstern Regulusschiff

Der vierte Stern, der vierte Stern – kommt er oder kommt er nicht? So lautete aus deutscher Sicht das beherrschende Thema in der letzten Woche der brasilianischen Fußball-WM. Er kam. Ausgerechnet im südamerikanischen Mutterland des Fußballs pflückte das DFB-Team sein neues Schmuckstück vom Himmel und versetzte die Fans in einen Freudentaumel.

Noch einmal in einem ganz anderen Licht erscheint dem Astrologen diese Geschichte, wenn er weiß, dass der herausragend bedeutende Stern Regulus, einer der vier Royal Stars der klassischen Lehren einen zentralen Dreh- und Angelpunkt des Nationalteams bildet...

 Ein Geburtshoroskop der Nationalmannschaft

BBauerDiese Geschichte beginnt ganz harmlos mit dem Horoskop eines gewissen Franz Beckenbauer, besser bekannt als der Kaiser Franz oder sogar einfach nur der Kaiser. Im Kosmogramm findet sich eine äußerst bemerkenswerte Sammlung von Halbsummen auf dem, das Herz des Löwen markierenden, Stern Regulus. Ja, die Planeten sind fast vollständig symmetrisch um den royalen Glamourfaktor angeordnet. Wenn wie hier 7 Planeten in einem einzigen Punkt zusammenfallen, bilden sie erfahrungsgemäß ein bedeutendes Horoskopmotiv.* Beckenbauer mit seiner Rolle als über allem thronender Fußballkönig bildet hier ein besonders anschauliches Beispiel.

Stutzig wurde ich zuletzt, als ich beim DFB recherchierte und auf die Geschichte vom ersten Länderspiel aller Zeiten stieß. Am 5. April 1908 verlor die erste deutsche Nationalmannschaft in Basel gegen die Schweiz mit 3:5... Jeder halbwegs Fußballinteressierte wird es bestätigen – Beckenbauer, der als Spieler und Trainer Weltmeister wurde, gilt als die Erfolgsfigur des DFB schlechthin ­– und so ist es doch sehr bemerkenswert, im Horoskop der Länderspielpremiere Regulus gerade am Aszendenten zu finden. Was wäre, wenn dieses Horoskop tatsächlich als Geburtshoroskop der Mannschaft anzusehen wäre...? Mit allen Konsequenzen, die das mit sich brächte – nämlich, dass man etwa Progressionen erstellen könnte, die man dann mit dem Eröffnungshoroskop eines WM-Turniers in Beziehung setzen könnte um Prognosen zu den aktuellen Erfolgsaussichten zu treffen... Nach einiger Beschäftigung mit dem Thema, komme ich zu dem Schluss, dass es genau so ist und der aktuelle WM-Titel von Brasilien bestätigt, wie sich zeigen soll, diese Idee auf eindrucksvolle Weise.

dfb1Zunächst jedoch zum Gründungshoroskop vom 5. April 1908: Wie man schon beim DFB erfährt, wurde just an jenem Tag in Salzburg ein gewisser Karajan, geboren, der zu einem der bedeutendsten Dirigenten des Jahrhunderts werden sollte und ja – im Horoskop stehen Jupiter und Saturn im engen Trigon in Feuerzeichen – grundsätzlich ein Motiv für den ganz großen Lebensbogen, für die ganz große Geste. In Basel erhebt sich wie gesagt Regulus gerade am Horizont während der Mond auf 11° Zwillinge steht. Manch einem klingt es hier vielleicht schon in den Ohren – 11° Zwillinge ist der Aszendent des Versailles-Horoskops von 1871 zur Gründung des Kaiserreiches!

Man bedenke, dass der Mond im Mannschaftshoroskop der natürliche Signifikator der Nationalspieler ist – was wäre also treffender, als ihn auf dem Aszendenten des Staatshoroskops zu finden... Schon hier nimmt die Geschichte nun enorm an Fahrt auf, denn ein Blick auf Joachim Löws Horoskop zeigt abermals den Aszendenten von 11° Zwillinge, während der Mond im Spiegelpunkt wieder auf Regulus fällt, wo sich der Glückspunkt zudem bereits befindet...! 

Und auch ein Sepp Herberger, der Weltmeistertrainer von Bern, wurde einst mit Jupiter auf Regulus, also am Aszendenten des Teams geboren...

LöwHier deutet sich bereits an, wie die Welt des DFB in den verschiedensten Horoskopen sozusagen auf Linie ist... Macht man sich systematisch auf die Suche nach den aufgezeigten Spuren, so wird man tatsächlich immer wieder fündig. So wartet der Rekordtorschütze Miroslav Klose mit Mars/Reg. auf, während etwa Paul Breitner, der die Nationalmannschaft bis heute kolumnistisch begleitet, unter Merkur/Reg. geboren wurde. Viele weitere Spieler wie G. Müller, Netzer, Hoeneß, Matthäus oder Schweinsteiger reihen sich ebenfalls mit mehr oder weniger komplexen Halbsummenbildern ein, aber auch Funktionäre bleiben nicht außen vor. So wartet etwa der letzte DFB-Präsident, Zwanziger, mit Ju/Pl/Reg. und sein Nachfolger, Niersbach, vormals DFB-Pressesprecher, mit Ur/Ne/Reg auf.

Um noch ein aktuelles, wenn auch weniger erfreuliches Beispiel zu geben – beim letzten Testspiel vor dem Abflug nach Rio verletzte sich der fest eingeplante Marco Reus so schwer, dass die WM für ihn ausfiel. Ein Blick ins Horoskop zeigt den Südknoten auf Regulus – welch ungünstige Einbindung in diesem Fall.... Das gleiche Zeugnis findet sich übrigens auch bei Uli Hoeneß der sich neben all seinen Erfolgen vor allem mit einem verschossenen Elfmeter im EM-Finale von 76 verewigte...

Blickt man dagegen auf Super-Mario Götze, der im Finale von Brasilien die Sternstunde seines Lebens erlebte, so findet sich hier Jupiter bei Regulus, auf den zusätzlich gerade der Spiegelpunkt des progressiven Mondes fällt. Außerdem betonen Ve/So/Me erneut äußerst prägnant die 11° Zwillinge! Erstaunlich zudem – die Hauptachsen für 12.00 Uhr greifen exakt die Grade des Team-horoskops von 1908 auf, dies gilt übrigens auch für Zwanziger... Wiederum also: Regulus rising! Das Phänomen der Mittagshoroskope wäre ein Thema für sich, zeigt sich doch immer wieder, dass diese Kosmogramme das Leben öffentlicher Personen äußerst treffend abbilden.

1954 – Das Wunder von Bern

Es gibt einen weiteren Spieler der mehr noch als das bisher gesagte die Regulus-Idee stützt. Es handelt sich um Helmut Rahn, der in der legendären Berner Wundergeschichte den entscheidenden Treffer erzielte. Welche Anbindung wäre für ihn wohl passend?

54FinalTatsächlich kann man nur staunen, wenn man in seinem Horoskop Neptun in der Halbsumme von Sonne und Merkur auf Regulus findet! Man besinne sich kurz über dieses erstaunliche Bild – Sonne/Merkur repräsentieren den klaren Verstand, die Kraft der Erkenntnis, in den nun Neptun als Motiv für Mystik, für das Unerklärliche einbricht – und unmittelbar entsteht das Motiv des Wunders... Und wie perfekt passt hierzu der folgende Befund: Progrediert man das DFB-Horoskop von 1908 auf 1954, so erreicht Venus als Herr von 10. und damit Sinnbild des Erfolgs ebenfalls gerade Neptun. Zum Schmunzeln ist dann schon, dass das legendäre Fritz-Walter-Wetter als Schlüssel zum Erfolg gilt – natürlich ebenfalls eine Neptunentsprechung...

Allein die Geschichte um 1954 hat noch viele Facetten, die hier gar nicht alle im Einzelnen geschildert werden können. Ein Blick auf das Horoskop des Finales soll den Abschluss bilden: Un-mittelbar ins Auge springt die Halbsumme des Mondes mit Pluto. Bei Ebertin lesen wir für diese Kombination extreme Gefühle – ja, ja, wie wahr, wie wahr...

Der Mond steht dabei selbst gerade am Aszendenten des DFB-Teams und in der Halbsumme von Neptun und Jupiter, was sich wiederum in religiöse Gefühle oder mystische Erlebnisse übersetzt – wie überaus bemerkenswert...

2014 – Der Rausch von Rio

BrasilDoch zurück ins Jahr 2014. Deutschland ist zum vierten Mal Weltmeister. Wie konnte es zu diesem Missgeschick kommen, das bei den vergangenen fünf Turnieren so erfolgreich verhindert wurde?

Ein Blick auf das Eröffnungshoroskop von Sao Paulo liefert erstaunliche Argumente. So zeigt der MC zum Anpfiff des ersten Spiels exakt auf Regulus bzw. den AC von 1908. Doch damit nicht genug – man staunt erst richtig, wenn man den so bedeutenden Glückspunkt exakt auf 11° Zwillinge entdeckt!

Auch progressiv findet sich ein ganz bemerkenswertes Zeugnis für den Titelgewinn, steht doch der Mond von 1908 gerade erhöht auf 2°09’ Stier. Dieser 3. Grad des Zeichens Stier gilt klassisch als Supererhöhungsgrad des Mondes! Welches Bild könnte besser das Siegerpodest, die Mär-chengeschichte von Rio abbilden samt WM-Song – Ein Hoch auf uns...

Erinnert man sich, wie perfekt Löw sich in diese Konstellationen einfügt, kann man schon eine substantielle Titelprognose wagen...

Überhaupt zeigt sich besonders der progressive Mond äußerst eloquent, wenn man ihn durch die Turnierjahre verfolgt. Befindet er sich 2014 per Spiegelpunkt auf Regulus so steht er zum letzten EM-Titel 1996 tatsächlich körperlich dort! Fatal dagegen war seine Position bei der WM-Dahoam von 2006. Auf den Südknoten zulaufend lässt er die Wünsche der Gastgeber leider unerfüllt...

1982 – Die Schande von Gijon

GijonAuch 1982 klingt trotz Endspielteilnahme eher als Unglücksjahr in den Ohren des deutschen Fans. Das Skandalspiel gegen Österreich, die Schande von Gijon ging als schwärzeste Stunde des DFB in die Geschichte ein. Die Progression hierzu zeigt den Mond in Konjunktion mit Chiron, dem Motiv für die schmerzende, nicht heilende Wunde...

Bekanntlich erfuhr dieses Thema in Brasilien gerade eine unerwartete Belebung durch die kuriose Konstellation vor dem USA-Spiel, sowie durch die folgenden Gegner Algerien und Frankreich. Finden sich astrologisch vielleicht Erklärungen, wieso bereits tot geglaubte Gespenster plötzlich wieder auferstehen...? Tatsächlich gibt es spezielle Resonanzen zwischen den Zeiten, steht doch der Pluto von 2014 auf dem Südknoten von 1982, während der Nordknoten von heute umgekehrt den Pluto von damals aktiviert...

Doch viel bemerkenswerter ist wohl noch – die geschichtsträchtige Begegnung wurde angepfiffen mit Mond auf Regulus! Dabei steht dieser bedrängt im T-Quadrat zwischen Venus/Uranus sowie in der Halbsumme von Sonne/Pluto.: Machtstreben, Herrschsucht, und in Kombination mit dem Mond wird daraus nach Ebertin: Brutale Unterdrückung der Gefühle – ist das nicht erstaunlich...?

Es gibt schließlich sogar noch mehr zu entdecken im Horoskop dieses Nichtangriffspakts, den die spanische Presse damals treffend als Il Anschluss titulierte. Venus/Jupiter ist bekanntlich das klassische Friedensmotiv, doch was sehen wir hier – im fadenscheinigen Quinkux sind beide verbunden – und ihre Halbsumme fällt exakt auf den MC!

Die Reihe der Beispiele ließe sich noch fortführen. 74 stand Regulus zur Eröffnung ebenfalls genau am MC, während 78 zur legendären Schmach von Cordoba die beiden klassischen Übeltäter Mars und Saturn auf dem Herz des Löwen zusammenkamen und 58 war es Pluto, der den Überraschungsweltmeister unnachgiebig vom Sockel hob.**

Das Prinzip sollte längst klar geworden sein. Mit den jeweils relevanten Horoskopen und dem Blick auf die genannten Faktoren lässt sich das Auf und Ab der Nationalmannschaft schon erstaunlich gut nachzeichnen.

Der Jupiter/Saturn-Zyklus

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  54   58   62   66    70     74   78   82   86   90   94   98   02   06   10   14

 120  60   30  120  150  120  45   30   90  180 120  45  30   90  150  120

Sieht man sich die WM-Geschichte in der Übersicht an, so kann selbst der Skeptiker kaum umhin gewisse Muster zu erkennen. Dem Titel folgte stets ein deutlicher Abschwung, worauf das Team sich in der Folgezeit erneut nach oben kämpfte. Und vor allem: Wäre da nicht der Ausrutscher: 90 statt 94, dann ergäbe sich ein lupenreiner Zwanzigerrhythmus der WM-Erfolge!**

20 Jahre umfasst nun gerade der Jupiter/Saturn-Zyklus und wie eingangs erwähnt, zeigt das Ursprungshoroskop von 1908 ein enges Trigon der beiden Langsamläufer. Gibt es hier also vielleicht einen Zusammenhang?

Tatsächlich fielen die Titeljahre 54, 74 und 14 jeweils in Trigonphasen von Jupiter und Saturn, während umgekehrt die Tiefpunkte 62, 78, und 98 allesamt bei Position um 30° erreicht wurden! Fairerweise muss man auch hier die Ausnahme 2002 erwähnen, als trotz 30°-Verbindung der Einzug ins Finale gelang... Wenn also auch noch Fragen offen bleiben, so scheint ein grundsätzlicher Zusammenhang der Ergebnisse mit dem Jupiter/Saturnzyklus doch durchaus angezeigt...

Seit 2002 erreichte das DFB-Team stets zumindest das WM-Halbfinale. Interessanter-weise geschah die letzte Konjunktion von Jupiter und Saturn im Jahr 2000 auf 23° Stier und fiel damit exakt auf den MC von 1908 und wie erstaunlich sich das fügt – der Glückspunkt markiert ein weiteres Mal Regulus! Dieses Motiv ist wohl wie eine langfristig wirkende Vitaminspritze zu lesen, die der Mannschaft seither Flügel verleiht...

Nach den klassischen Lehren lassen sich von den Großen Konjunktionen ebenfalls Progressionen ableiten und auch hier zeigt sich für 2014 ein erstaunliches Bild, sehen wir doch nun Venus, Herr von 10. des Urhoroskops in der äußerst bedeutenden Position CAZIMI! Ein Planet in Cazimi (weniger als 17 BM von der Sonne) ist nach klassischem Verständnis zu höchsten Würden erhoben. Er befindet sich im Herzen der Sonne bzw. an der Seite des Königs – wie wahr wie wahr...

Von Kaiser Wilhelm zu Franz, dem Unfehlbaren – ein Doppelpass durch das Jahrhundert

1859 wurde in Berlin der spätere Kaiser Wilhelm geboren. Jupiter stand auf 11° Zwillinge, dem Aszendenten seines späteren Reiches. Sein Abtritt kam im November 1918 nur Wochen nach einer Sonnenfinsternis auf 11° Zwillinge und natürlich – mit Saturn auf Regulus...

Nachdem die Wirren der folgenden drei Jahrzehnte ihr heilloses Chaos verbreitet hatten, geschah der vorläufige Neuanfang am 24. Mai 1949 mit der Gründung der Bundesrepublik – wiederum bei Saturn auf Regulus! Das Land hatte keinen weiteren Bedarf an Alleinherrschern. Die bescheidene Anti-glamour-Hauptstadt Bonn steht wohl symptomatisch für diesen Geist. Doch wie die Astrologie zeigt – und wenn wir es nicht sowieso schon wüssten – die Monarchie lebt weiter. Auf dem Thron sitzt König Fußball... ganz nach dem Motto:

D e r   K ö n i g   i s t   t o t .  E s  l e b e   d e r   K ö n i g !

Zugabe: Die Karawane zieht weiter, der Sultan hat Durst...

PoldiIm Juni 2012 absolvierte der Kölsche Jung, Lukas Podolski im Alter von 27 Jahren sein 100. Länderspiel und löste damit Franz Beckenbauer als jüngsten deutschen Hunder-ter ab.

Aus astrologischer Sicht kann man auch hier nur staunen, wenn man die ähnlich auffällig um Regulus platzierten Planeten des P r i n z Poldi sieht, gilt doch hier: Reg = Ma/Pl = Me/Sa in Opposition zu Mo/Ne/Ve. Zudem fällt Venus im Spiegelpunkt auf Regulus!

Und außerdem – welch krönender Abschluss – Lukas der Sympathieträger und Stimmungs-macher der Mannschaft hat den Merkur auf 11° Zwillinge bzw. 11 Freunde...

Er könnte ihn wirklich gesagt haben – den Satz, der in Wahrheit einer Radiosatire entstammt:

F u ß b a l l  i s t  w i e  S c h a c h  –  n u r  o h n e  W ü r f e l !

 

Natürlich bleiben in dieser Analyse noch viele Aspekte unberücksichtigt – etwa der Mond auf Aldebaran, Algol am MC oder Ma/Ve auf den Plejaden. Auch hat sich die Einbeziehung der Solarhoroskope als ergiebig erwiesen und wäre eine eigene Darstellung wert.     

* R. Ebertin schreibt hierzu ausführlich in seinem Buch Kombination der Gestirneinflüsse. ** Zum WM-Titel 1990 gab es progressiv starke Argumente. So steht die Sonne auf dem Nordknoten, während der Mond zu seiner Ausgangsposition auf 11° Zwillinge zurückkehrt, ein Anklang also an das Staatshoroskop im Jahr der Wiedervereinigung.