Thorsten Krawinkel Klassische Astrologie
Konkrete Antworten auf konkrete Fragen

Voll ein’ an der Schüssel..?

D a s  w e l t g r ö ß t e  S p o r t e v e n t  –  A m e r i c a n  S u p e r  B o w l !

schiffEs gehört zu den Legenden, die man der FIFA und überhaupt so gerne glauben würde: Der Sport bringt die Menschen zusammen. Die Fußball-WM steht zwar vor der Tür, aber – nein, sie bringt nur ein paar Leute im Stadion zusammen; ansonsten lautet das Motto - frei nach dem Vers, den ich einst bei einem E-Jugendteam hörte:

Fünf, sechs, sieben, acht – die Gegner werden platt gemacht!

Nun wer solch ein Bild martialisch findet, sollte sich kommenden Montag besser nicht das jährliche Endspiel um den Super Bowl ansehen. Unser braver Fußball ist ja was für Softies im Vergleich zu der aberwitzigen Rempelorgie namens American Football...

Im letzten Jahr habe ich die Nacht vor dem Fernseher verbracht und kam aus dem Staunen kaum heraus. Wer so einen Sport hat, braucht eigentlich keinen Krieg mehr, sollte man meinen. Erstaunlich ist eigentlich nur, dass die Spieler keine Waffen tragen... Na, genug US-bashing – werfen wir doch stattdessen einen Blick auf das Geburtshoroskop dieses paramilitärischen Zeitvertreibs:

amfootbDer Ursprung des Footballs wird nach Wikipedia auf den 6. November 1869 zurückdatiert, als die Mannschaften der Universitäten Rutgers und Princeton in New Jersey zum ersten Spiel antraten. Da eine genaue Uhrzeit nicht vorliegt, ist das Kosmogramm 12.00 Uhr erstellt und wie sich zeigt ergeben sich so selbst für die Häuser Besetzungen wie sie treffender kaum sein könnten.

Man bedenke nur das aufgehende Zeichen Steinbock. Kein anderes Motiv im Tierkreis könnte wohl besser die grazile Beweglichkeit einerseits und das Mit-dem-Kopf-durch-die-Wand-rennen andererseits beschrei-ben, wie sie beim AF so gefragt sind... Saturn als Herr des Aszendenten sodann betont mit drei weiteren Faktoren das 11. Haus der gleich gesinnten Gemeinschaften – und selbst ich als Laie weiß, dass es wie in keinem anderen Sport um Teamgeist geht...

Blickt man nun auf die Aspekte, so ist es äußerst bemerkenswert, das Horoskop von zwei engen Quinkuxen (30BM) beherrscht zu finden, die zudem eine Art Yod-Figur mit Mond/Saturn im Fokus bilden. Bekanntlich ist das Quinkux als Unfallmotiv berüchtigt. Barbara Watters nennt es Uranus-Aspekt und warnt im Zusammenhang mit Reisehoroskopen ausdrücklich davor. Was also wäre treffender für einem Sport, in dem der C r a s h regelrecht stilbildendes Mittel ist... Tatsächlich kam es, wie man liest, immer wieder zu Todesfällen auf dem Spielfeld bis um 1920 herum die Regeln verschärft wurden... Beteiligt sind zudem wahre Schwergewichte. In der linken Ecke: Mars/Saturn also Energie und Widerstand. In der rechten Ecke: Jupiter und Pluto. Nimmt man hier noch die in Opposition stehende Sonne hinzu so findet man bei Ebertin bezeichnender weise Außergewöhnliche Körperkraft mit Erfolg einsetzen.

Überhaupt fällt die Achse 5/11 also Sport/Teamgeist mit dem Horizont des US-Horoskops exakt zusammen und schon von da her zeigt sich eine Anbindung an das Land. Und nun noch einmal zu Saturn. Bei 15° Schütze befindet er sich auf dem Fixstern Rhas-Alghetie, dem Kopf des Knienden. Wer kniet hier? Natürlich kein geringerer als Herkules selbst, der Urvater aller Sportheroen – wie passend! Bedenkt man schließlich die Bewegung der Fixsterne von 1° in 70 Jahren so ergibt sich schnell, dass Herkules auch im US-Horoskop von 1776 (Asz. 12° Schütze) gerade über den Horizont blickt. Das ist natürlich auch ein schweres Schicksal und erklärt jedenfalls einiges...

Super Bowl 2013

Aber wie kam es überhaupt dazu, dass ich eine schlaflose Nacht mit den San Francisco 49ners und den Baltimore Ravens verbrachte? Nun ganz unter uns gesagt, ich war mit einer gewissen Summe Geldes ins Business eingestiegen, denn das Horoskop des Spiels war von einer kristallinen Schönheit wie man sie nur selten sieht. Es versprach einen deutlichen Sieger und ich wähnte mich mit meinem Einsatz auf einem sicheren Homerun...

bowl13Im Kosmogramm zum Spiel sehen wir zwei Motive, die nach John Frawley, dem Groß-meister der Sportastrologie zu den mäch-tigsten Zeugnissen überhaupt gehören. Eines für sich allein sollte schon den Sieg anzeigen: Da ist zum einen die Sonne als Herr von 1. unmittelbar in der Spitze von 7. Der Favorit ist damit ganz in der Hand des Gegners! Zum anderen befindet sich Saturn als Herr von 7. genau in der Spitze von 4. (gedr. 10.), dem Haus des Erfolges, eine Art Poolposition für den Außenseiter! Die Niederlage der 49ners schien damit von vornherein besiegelt. Und tatsächlich, von Anfang an spielte nur eine Mannschaft, ja kurz nach der Pause führten die Herausforderer mit sensationellen 28:6! Ich wollte mich schon selbst zum Touchdown niederlegen, als etwas Seltsames geschah – es gab einen Stromausfall und das größte Sportevent des Planeten wurde für 30 Minuten unterbrochen... Vor allem aber – als es schließlich weiter ging war der Faden vollkommen gerissen. Die Teams spielten plötzlich nach einem völlig neuen Drehbuch! Und die 49ners holten Punk um Punkt auf... Um es kurz zu machen, die Raben retteten sich in einem Herzschlagfinale mit 34:31 so grade noch ins Ziel. Astrologisch ergibt sich die Frage ob der Stromausfall nicht auch zu erkennen sein müsste oder wäre er als eine Art höhere Gewalt in einem übergeordneten Kosmogramm zu suchen. Immerhin – Pluto im exakten Sextil zu Saturn hätte vielleicht eine Warnung sein können...

Super Bowl 2014

bowl14Am kommenden Montag ist es jedenfalls wieder so weit. Im Finale stehen diesmal die Seattle Seahawks gegen die leicht favorisierten Denver Broncos. Nach Frawley erhält der Favorit das 1. Haus, während die Außenseiter in 7. angesiedelt sind. Wie schon im letzten Jahr scheinen die Sterne eine Überraschung anzudeuten, denn wiederum steht Saturn als Herr des Deszendenten direkt auf Spitze 4. – ein starkes Zeugnis für die Außenseiter!

Allerdings befindet sich die Horizontachse kurz vor dem Zeichenwechsel. Ein verspäteter Beginn von nur 2-3 Minuten und das Drehbuch zum Spiel ändert sich. Aber wie? Geht Jungfrau auf, so wäre Merkur Herr von 1. – und wo steht Merkur? Unmittelbar in 7! Abermals ergäbe sich ein Sieg für Seattle, zumal Merkur stationär und damit schwach ist!

Aber Achtung! Drehen wir die Uhr etwa 10 Minuten weiter, so steht Merkur nicht mehr in sondern auf der Spitze von 7. Hiermit kehrt sich die Deutung um – Merkur beherrscht das 7. Haus – ergo Sieg für Denver! Nach meinen Erfahrungen im letzen Jahr, alles in allem a too hot iron...to close to call... and maybe even:

to stupid to watch...

 

Nachtrag: Seattle gewinnt in einem völlig einseitigen Spiel mit dem vernichtenden Ergebnis von 43:8! Bei einer solchen Demütigung würde man fast noch weitere Zeugnisse im Skript erwarten. Und wirklich - die Konstellation von Venus (Dispositor des Glückspunktes) bei Pluto und beide im Quadrat zum Glückspunkt bietet sich an. Die Niederlage trägt wahrlich plutonische Züge...